Frankreich ist das Schlaraffenland für Fans von europäischen Comics. Nicht nur, dass die Neunte Kunst dort einen viel größeren Stellenwert in der Gesellschaft hat und das Angebot um ein Vielfaches größer ist als in Deutschland, auch die Auflagen sind um einiges höher. Aber wie hoch sind sie denn genau?
Der US-Verlag IDW Publishing bringt neben vielen populären Comics (Transformers, G.I. Joe, Godzilla, etc.) auch bibliophile Werkausgaben von Klassikern des nordamerikanischen Comicstrips heraus. Unter dem Sammelbegriff »The Library of American Comics« publiziert man die Comics von Alex Toth, Milton Caniff, Alex Raymond und vielen anderen. Ob Funnies wie Blondie, Bloom County oder Archie, oder Abenteuerstoffe wie Terry and the Pirates, Dick Tracy, Rip Kirby, Flash Gordon, Jungle Jim oder Steve Canyon – die Crème de la Crème der Zeitungscomics ist vertreten.
Mit einer neuen Reihe namens LOAC Essentials geht es im Herbst ans Eingemachte.
Marvel wieder auf Platz 1. Und 2. Dank der großen Superheldenkeilerei Avengers gegen die X-Men. Danach folgen sechs DC-Titel auf den weiteren Plätzen der Charts. Vier davon sind aus dem Watchmen-Universum. Und dann ist da noch die Rückkehr der Retroserie Mars Attacks mit sage-und-schreibe 57 verschiedenen Titelbildern. Jedes Sammelbild der Serie aus den 1950er Jahren mit einem Variant verewigt. Umpf.
Another man down. Das sympathische, weil mit Ecken und Kanten behaftete, Infoblatt Szene WHatcher ist von uns gegangen. CRON sprach mit dem Mann, der den manchmal schrägen, aber stets interessant zu lesenden Infodienst aus der Wiege gehoben und nach 294 Ausgaben zu Grabe getragen hat, dem Berliner Szene-Urgestein Joscha Heinkow.
Die Serie Rork des seit den 1970er Jahren in Frankreich lebenden deutschstämmigen Zeichners Andreas gehört schon seit Beginn seiner Karriere zu seinen besten Arbeiten. Obwohl sie in Deutschland nahezu unbekannt ist, genießt sie Kultstatus. Nun hat der Zeichner ein neues Album der Serie fertiggestellt.
Entwarnung!
Die Meldung vom neuen Verlag »FBKC« war (leider, wie manche meinen) ein April-Scherz. Wer gestern bereits sein Geld für eine Gesamtausgabe von klassischen Paape-Comics verplant hat, kann sich dieses nun sparen. Das will nicht heißen, dass eine Serie wie Valhardi in den nächsten Jahren nicht den Weg nach Deutschland findet in einer gut gemachten Gesamtausgabe.
Der 1. April wurde in der Comic-Szene dieses Jahr eher verhalten begangen. Dafür legte sich Oliver Manstein stark ins Zeug und produzierte gleich fünf verschiedene Titelbilder für ein fiktives neues Magazin namens GEGMAG vom Epsilon Verlag. Auf diese Ente fiel man sogar bei Splashcomics herein, wo man die Meldung umgehend verbreitete. Mark O. Fischer dürfte es freuen, wenn man ihm so ein großes Projekt immer noch zutraut.


