Am 13. Juli 2012 wurde Rudolph Dirks posthum in die »Will Eisner Hall of Fame« aufgenommen. Zusammen mit den Neuzugängen Bill Blackbeard, Richard Corben, Harry Lucey, Katsuhiro Otomo und Gilbert Sheldon. Damit gehört sein Name dem exklusiv-illustren Kreis der größten Comickünstler aller Zeiten an, der 1987 ins Leben gerufen wurde. Die ersten Mitglieder der »Hall of Fame« waren damals Carl Barks, Will Eisner und Jack Kirby.
Dirks, der Erfinder des Comicstrips The Katzenjammer Kids, stammt aus Deutschland und ist wie seine bahnbrechenden Comics in seinem Ursprungsland relativ unbekannt. Jetzt bringt eine Monographie über Dirks Licht ins Dunkel. Matthias Hofmann hat sie gelesen und Tim Eckhorst, den Autor des Buchs, dazu befragt.
Wir befinden uns im Jahre 2012 nach Christus. Ganz Gallien, äh, der ganze Gratis Comic Tag wird von deutschen Verlagen unterstützt ... Der ganze Gratis Comic Tag? Nein! Ein von einem um die Ecke denkenden Schweizer betriebener Verlag gibt nicht auf, sich unter die deutsche Mehrzahl zu mischen. So könnte man, sehr frei nach Asterix, die Situation von David Bollers Kleinverlag Zampano zum diesjährigen GCT umschreiben.
Bekanntlich sind Comicleser und Comicsammler nicht grundsätzlich deckungsgleich. Letzerer hat mitunter seine Comics nicht einmal gelesen. Der wahre Comicsammler führt nicht nur genaue Listen über seine Schätze, sondern kennt natürlich auch die Inhalte seiner Kollektion. Michael Diers hat alle 259 Hefte der Superheldenserie Die Spinne gelesen und daraus ein Buch gemacht. CRON hat ihn dazu befragt.
Im April startete der Brockhaus Verlag mit fünf Bänden seine neue Reihe Literaturcomics mit Adaptionen von Klassikern der Abenteuerliteratur. Jetzt steht fest: Im Herbst gibt's Nachschlag.
Jungs lesen nicht – das ist leider kein Vorurteil, sondern Fakt, wenn es um die Lesekompetenz von Grundschülern geht. Der Fischer Verlag glaubt, den Grund für die fehlende Leselust gefunden zu haben: Es liegt an den vorhandenen Lesestoffen. Das Meiste, was Jungen für das erste Lesen angeboten werde, interessiere sie einfach nicht.
Es fing als kleines lokales Fanzine an und gilt inzwischen als Urgestein der deutschen Comic-Independent-Szene: PANEL ambixious comix, das Magazin der Edition Panel wurde international mit vielen Preisen bedacht, u.a. 1999 mit dem »Prix Alph-Art« in Angoulème (F), 2002 in Sierre (CH) mit dem »Prix BD« sowie 1998 und 2002 mit dem ICOM-Independent-Preis in Erlangen (D). Inzwischen ist es eher ruhig geworden um den Bremer Kleinverlag. Wir fragen: Was macht eigentlich ...?
Geheimnisvoll präsentiert sich ein neuer Comic-Verlag mit dem Namen »FBKC«, der seine ersten Comics zum Comic-Salon in Erlangen vorstellen will. Die Abkürzung steht für das etwas sperrige »Frankobelgische Klassiker Comics«. Der Name ist Programm, denn als ersten Titel kündigt man eine Werkausgabe an, die die Herzen der Sammler höher schlagen lassen dürfte.
Karl Mays 100. Todestag macht's möglich. Der Wirbel um die limitierte Edition der Helmut Nickel Adaption von Winnetou ist noch nicht verebbt, da kündigt sich eine neue exklusive Neuauflage klassischer Karl May-Comicversionen an. Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren mit dem Lizenzgeber, damit noch dieses Jahr der Startschuss für eine große Neuausgabe der alten Comics von Walter Neugebauer fällt.
Wer erinnert sich noch an die amüsante Andy Morgan-Parodie »Axel Übermorgen: Verdammt, das Ruder klemmt!«? Sie erschien in Ausgabe 79 des ZACK Magazins (Januar 2006) und stammt von dem deutschen Autoren-Zeichner-Gespann Frank Freund und Michael Käse, die wirklich so heißen. Aus den damals von den Lesern als »Kartoffelmännchen« titulierten fettleibigen Männchen sind jetzt »Eierköpfe« geworden.










